Was ist ein Nameserver und wie funktioniert er?
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17.02.2026 10:47, zuletzt aktualisiert 23.02.2026 10:35
von manitu

Was ist ein Nameserver und wie funktioniert er?

Ein Nameserver ist eine wichtige Komponente und ermöglicht es, Domainnamen im Internet aufzulösen und auf die richtige IP-Adresse weiterzuleiten.

Nameserver: Definition

Ein Nameserver ist dafür zuständig, Namen von Domains (wie manitu.de) in die entsprechende IP-Adresse (z. B. 192.168.1.1 oder 93.184.216.34) aufzulösen, damit Computer im Internet miteinander kommunizieren können. Ohne Nameserver müsste man die IP-Adresse jeder Website kennen, um darauf zugreifen zu können – was den Zugang zum Internet erschweren würde. Der Nameserver macht also das Internet benutzerfreundlich und ermöglicht es, Webseiten über leicht merkbare Domainnamen, statt komplexer Zahlen zu erreichen.

Wie funktioniert ein Nameserver?

Der Nameserver arbeitet nach dem Domain Name System (DNS), einem hierarchischen System zur Verwaltung von Domainnamen. Wenn ein Nutzer eine Domain in seinem Browser eingibt, sendet dieser eine Anfrage an einen DNS-Server, der die zugehörige IP-Adresse der Domain bereitstellt. Der Nameserver prüft die Anfrage, findet die passende IP-Adresse und leitet den Nutzer zur entsprechenden Website weiter. Hierbei spielt auch das DNS-Cache-System eine wichtige Rolle, das häufig abgefragte Daten zwischenzeitlich speichert, um die Ladegeschwindigkeit zu verbessern. So wird jede Webseite im Internet durch ihren Domainnamen mit der entsprechenden IP-Adresse verknüpft.

Jeder gespeicherte DNS-Eintrag besitzt außerdem eine sogenannte „Time to Live“ (TTL) — also eine festgelegte Gültigkeitsdauer. Nach Ablauf dieser Zeit muss der Caching-Server die Information erneut vom autoritativen Nameserver abrufen. Auf diese Weise bleibt sichergestellt, dass Domainänderungen (etwa neue IP-Adressen) nach einer bestimmten Zeit automatisch übernommen werden und gleichzeitig unnötige Netzwerkanfragen vermieden werden. Zwischen Browser und autoritativem Nameserver liegt meist ein sogenannter rekursiver Resolver, der die Anfrage stellvertretend ausführt und das Ergebnis zwischenspeichert.

Tipp: Im manitu-Blog erfahren Sie alles rund um Domains, und, was ein DNS (Domain Name System) ist.

Welche verschiedenen Arten von Nameservern gibt es?

Es gibt verschiedene Arten von Nameservern, die jeweils unterschiedliche Aufgaben erfüllen:

  • Primäre Nameserver: Der primäre Nameserver ist für die Verwaltung der DNS-Daten verantwortlich und enthält alle Informationen zur Domain.
    - Auch autoritativer Nameserver genannt, da er die Original-DNS-Zonendaten verwaltet.

  • Sekundäre Nameserver: Diese dienen als Backup und werden verwendet, wenn der primäre Nameserver ausfällt. Sie sorgen für eine zuverlässige DNS-Auflösung, auch bei Problemen.
    - Erhält automatische Zonentransfers (AXFR/IXFR) vom primären Server, um Redundanz zu gewährleisten.

  • Caching-Nameserver: Diese speichern die DNS-Daten für eine gewisse Zeit, um wiederholte Anfragen schneller zu beantworten und die Serverlast zu reduzieren.
    - Häufig von Internetanbietern oder im lokalen Netzwerk betrieben; speichern DNS-Einträge temporär (TTL-basiert).

Die Verwaltung von Nameservern ist entscheidend für eine stabile und schnelle Nutzung von Webseiten. Wenn Sie die Nameserver Ihrer Domain verwalten oder ändern möchten, können Sie eine Nameserver-Überprüfung durchführen, um sicherzustellen, dass alles korrekt eingerichtet ist. Wie Sie die Nameserver Ihrer Domain ändern, was der Cache ist und wann Sie ihn leeren sollten, erfahren Sie hier.

Wie macht man eine WHOIS-Abfrage?

Eine WHOIS-Abfrage gibt Auskunft darüber, wer die Rechte an einer bestimmten Domain besitzt und welche Nameserver damit verbunden sind. Sie können die WHOIS-Abfrage einfach über ein WHOIS-Tool durchführen, indem Sie die Domain eingeben. So können Sie herausfinden, ob eine Domain schon vergeben ist, wer der Domaininhaber ist, und im Fall von Cybersquatting oder missbräuchlichen Domainregistrierungen den Kontakt zum Inhaber herstellen.

Schon gewusst? Sie können Domain-Namen mit KI finden!

Wie Nameserver die Domainverwaltung beeinflussen und wie Sie sich absichern können

Abschließend bietet dieser Blogbeitrag eine umfassende Einführung in das Thema Nameserver, deren Funktionsweise und ihre Bedeutung für die Domainverwaltung. Sie sollten regelmäßig eine Nameserver-Überprüfung durchführen, um sicherzustellen, dass:

  • keine unbefugte Änderung erfolgt ist
  • um fehlerhafte oder veraltete DNS-Einträge zu erkennen, etwa bei Providerwechsel oder Zonenänderungen

Tools wie der NAST Predelegation Check können dabei helfen, die Konfiguration vorab zu validieren. Dieses Tool stammt von ICANN („Name Server Technical Check“), wird u. a. zur Validierung von DNS-Konfigurationen eingesetzt.

Sollten Sie weitere Fragen haben oder Unterstützung bei der Domainregistrierung benötigen, finden Sie auf der Website von manitu zahlreiche hilfreiche Informationen und praktische Tools, wie zum Beispiel die Möglichkeit, Domainnamen mit KI zu generieren oder im Webhosting-Vergleich die besten Optionen für Ihr Projekt zu entdecken.

Häufige Fragen zum Thema Nameserver

Was macht ein Nameserver?

Ein Nameserver übersetzt Domainnamen in IP-Adressen und ermöglicht so die Kommunikation zwischen Computern im Internet. Ohne einen Nameserver müssten Nutzer IP-Adressen direkt eingeben, was das Surfen im Internet erheblich erschweren würde. Der Nameserver sorgt für eine benutzerfreundliche Nutzung des Internets, indem er Domainnamen zu den entsprechenden IP-Adressen auflöst und so den schnellen Zugriff auf Webseiten ermöglicht.

Welche verschiedenen Arten von Nameservern gibt es?

Es gibt verschiedene Arten von Nameservern, darunter primäre und sekundäre Nameserver. Der primäre Nameserver speichert alle DNS-Daten und ist für die Verwaltung verantwortlich. Sekundäre Nameserver dienen als Backup, falls der primäre ausfällt. Caching-Nameserver speichern DNS-Daten, um wiederholte Anfragen schneller zu beantworten. Die richtige Auswahl und Verwaltung von Nameservern sorgt für eine stabile Website-Nutzung.

Ist 1.1.1.1 immer noch das beste DNS?

Der DNS-Server 1.1.1.1 von Cloudflare gilt als sehr sicher und schnell, da er Datenschutz in den Vordergrund stellt und keine Daten für Werbung oder Tracking verwendet. Er wird von vielen als einer der besten DNS-Server angesehen. Allerdings hängt die Wahl des besten DNS-Servers auch von Faktoren wie geografischer Lage, Internetgeschwindigkeit und individueller Anforderung ab.

Ist der DNS-Server 8.8.8.8 sicher?

Der DNS-Server 8.8.8.8 von Google ist ebenfalls eine beliebte Wahl und bietet eine hohe Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit. In Bezug auf die Sicherheit bietet er standardmäßige Schutzmaßnahmen, allerdings ist Google auch dafür bekannt, Nutzerdaten zu sammeln, was je nach Bedarf kritisch sein kann. Wer Wert auf Datenschutz legt, könnte alternative DNS-Server wie 1.1.1.1 bevorzugen.

Was ist der beste DNS-Server für Deutschland?

Für Deutschland gibt es verschiedene DNS-Server, die je nach Anwendungsfall als "beste" Lösung gelten. In der Regel bieten Server wie 1.1.1.1 (Cloudflare) und 8.8.8.8 (Google) eine gute Performance. Für Nutzer, die auf Datenschutz und Geschwindigkeit achten, sind auch lokale Anbieter und DNS-Server von Internetanbietern wie Deutsche Telekom oder Vodafone empfehlenswert.

Welchen DNS-Server soll ich in die FritzBox eintragen?

Die FritzBox lässt es zu, benutzerdefinierte DNS-Server einzutragen, um die Internetgeschwindigkeit und gleichzeitig den Datenschutz zu verbessern. Sie können DNS-Server wie 1.1.1.1 von Cloudflare oder 8.8.8.8 von Google verwenden, die beide für ihre hohe Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit bekannt sind. Eine Anleitung dazu finden Sie in unserem Artikel DNS-Server schnell ändern: Schritt-für-Schritt erklärt.

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